Minimaldatensatz-Empfehlung für Museen und Sammlungen (MDS, v1.2)

Minimaldatensatz-Empfehlung für Museen und Sammlungen (MDS, v1.2)

Was ist die Minimaldatensatz-Empfehlung?

Museen und Sammlungen möchten die Objekte in ihren Depots und Ausstellungen mit der Öffentlichkeit teilen und Objektinformationen digital zugänglich machen. Dazu bietet sich neben der Präsentation in eigenen Online-Sammlungen die Beteiligung an Kulturportalen an. 

Die FAIR-Prinzipien zeigen auf, wie die Auffindbarkeit, Anschlussfähigkeit und Wiederverwendbarkeit von Informationen über Sammlungsobjekte verbessert werden können. Die Verwendung von Standards bei der Strukturierung der Daten sowie die Nutzung von Normvokabularen und gemeinsamen Schreibregeln sind dabei von zentraler Bedeutung. Gerade Häuser mit wenigen Ressourcen schrecken vor diesen vermeintlich (zu) hohen Anforderungen zurück. Die Minimaldatensatz-Empfehlung zeigt ihnen, wo auch diese ansetzen können, um die Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit ihrer Daten zu sichern.

Die Minimaldatensatz-Empfehlung benennt daher die wichtigsten Datenfelder für die Online-Publikation von Objektinformationen aus Museen und Sammlungen und gibt Hinweise, wie diese Felder zu füllen sind. "Minimaldatensatz" steht dabei fach- und museumsartübergreifend für eine kleinstmögliche Schnittmenge wichtiger Datenfelder, die ein Minimum an Datenqualität sicherstellt. Darauf kann eine Tiefenerschließung aufbauen, wenn dies gewünscht ist. Die praktische Umsetzung der Empfehlungen führt zu einer konsistenten Belegung der wichtigsten Datenfelder für die Identifizierung und Beschreibung der Objekte sowie für die am häufigsten verwendeten Suchkriterien. 

Die CARE-Prinzipien rücken ethische Aspekte der Publikation von Kulturerbedaten ins Blickfeld. Die Erfassungshinweise der Minimaldatensatz-Empfehlung nehmen an den relevanten Stellen Bezug auf die CARE-Prinzipien. Diese beziehen sich insbesondere auf Daten von Sammlungsgegenständen aus kolonialen Kontexten. 

Welche Ziele verfolgt die Empfehlung?

Die Minimaldatensatz-Empfehlung soll kleineren und größeren Museen und Sammlungen den Weg zur Online-Veröffentlichung ihrer Daten ebnen und relevante Standards in leicht verständlicher, niedrigschwelliger Form vermitteln. Ziel ist es, das Bewusstsein für Datenqualität in den Kultureinrichtungen zu schärfen und sie bei der Online-Publikation zu unterstützen. Die Empfehlung ist für eine praxisnahe Anwendung im Museumsalltag gedacht. 

Die Minimaldatensatz-Empfehlung soll Museen dabei unterstützen, bereits an der Basis die Weichen für konsistentere und qualitativ hochwertigere Daten zu stellen, kontrollierte Vokabulare nach und nach in ihre Dokumentations- und Publikationspraxis zu integrieren und so ihre wertvollen Datenbestände für zeitgemäße Nutzungsszenarien mit Linked Open Data vorzubereiten.

Wer steht dahinter?

Erarbeitet wird die Empfehlung durch die AG Minimaldatensatz. Die AG Minimaldatensatz wurde 2022 von den Fachstellen Museum und Mediathek Fotografie/Ton der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB) und der AG Digitalisierung der Konferenz der Museumsberatungsstellen in den Ländern (KMBL) sowie digiS Berlin initiiert. Mitglieder der AG sind Vertreter*innen folgender Organisationen, Projekte und Zusammenschlüsse: Institut für Museumsforschung - Staatliche Museen zu Berlin - Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Koordinierungsstelle für wissenschaftliche Universitätssammlungen in Deutschland - Humboldt-Universität zu Berlin, digiCULT-Verbund eG, museum-digital Deutschland e. V., Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern, Museumsverband Hessen e. V., Museumsverband des Landes Brandenburg e. V., Museumsverband Rheinland-Pfalz e. V., Museumsverband Sachsen-Anhalt e. V., NFDI4Culture, NFDI4Memory, NFDI4Objects, Museum für Naturkunde Berlin, Übersee-Museum Bremen, Klassik Stiftung Weimar, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, SODa Sammlungen Objekte Datenkompetenzen, Verbundzentrale des GBV (VZG), Universitätsbibliothek Ludwig-Maximilians-Universität München, Gemeinsame Normdatei. Die AG Minimaldatensatz ist eine Arbeitsgruppe der Fachgruppe Dokumentation im Deutschen Museumsbund.

Sowohl bei der Entwicklung der Beta-Version (2023) als auch bei der Finalisierung der im Mai 2024 veröffentlichten ersten Vollversion der Minimaldatensatz-Empfehlung wurden Vertreter*innen verschiedener Stakeholder-Gruppen, darunter Museumsmitarbeitende, in der Beratung und Lehre Tätige, Softwareanbieter*innen sowie Vertreter*innen verschiedener Kulturportale einbezogen und um Feedback gebeten.

Feedback willkommen!

Kommentare und Änderungsvorschläge sind herzlich willkommen. Sie werden von der AG Minimaldatensatz geprüft und werden gegebenenfalls in die nächste Version der Empfehlung einfließen.  

Bitte schicken Sie Ihr Feedback an: info@minimaldatensatz.de

Bei wichtigen Ankündigungen rund um die Minimaldatensatz-Empfehlung verschickt die AG den Minimaldatensatz-Newsletter. Eine Anmeldung für den Newsletter ist unter folgendem Link möglich: https://newsletter.museen-in-bayern.de/f/102943-392139/

Datenfeldkatalog

Datenfelder, die üblicherweise bei der Erfassung befüllt werden:

Datenfelder, die üblicherweise erst beim oder nach dem Export aus dem lokalen Datenbanksystem befüllt werden:

FAQs etc.

 

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Fachgruppe Dokumentation

 

 

 

 

 

museum-digital

 

 

 

 

 

 

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