Provenienz
Definition
Beschreibung der Herkunft des Sammlungsgegenstands.
Mögliche Datenfeldbezeichnungen in Datenbanken
Herkunft
Objektgeschichte
Erwerbung
Erwerb
Zugang
Erfassungshinweise
Kurze Freitextbeschreibung der Objektgeschichte. Es wird jedoch empfohlen, die Provenienzangaben soweit wie möglich strukturiert in einzelnen Datenfeldern der "Sektion 2 Provenienz und Quellen" (siehe im Wiki → "Ereignis Besitzwechsel", → "Ereignis Eigentumswechsel" oder → "Ereignis Besitz-/Eigentumswechsel" oder → "Ereignis Besitz- und Eigentumswechsel") vorzunehmen.
Die freitextliche Beschreibung sollte sich nach dem Leitfaden zur Standardisierung von Provenienzangaben des Arbeitskreises Provenienzforschung e. V. richten.
Der Kooperationsvertrag, der zwischen datengebenden Einrichtungen und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, die im Rechtsverkehr für die Deutsche Digitale Bibliothek handelt, geschlossen wird, sieht seit der letzten Aktualisierung im Mai 2024 vor, dass Metadaten unter den Bedingungen der CC0 1.0 Universal Public Domain Dedication zur Verfügung gestellt werden. Für die Provenienztexte kann der Datenpartner eine andere Lizenz oder einen Rechtehinweis auswählen. LIDO v1.1 bietet die Möglichkeit, Provenienztexte gesondert auszuzeichnen (siehe hierfür den Abschnitt "Ausprägung in LIDO v1.1").
Beispiele
"Zu diesem Objekt gibt es keine gesicherte Provenienz." (vgl. Datensatz im Portal)
"Carlos Grethe besaß eine private ethnographische Sammlung aus vielen Weltregionen (Japan, Sri Lanka, Kanada, Paraguay, Tansania, Kamerun, Neuguinea, Namibia, u.a.). Nach dem Tod ihres Mannes (1913) übergab Lilli Grethe diese Sammlung von ursprünglich 200 Objekten an das Linden-Museum (1914). Die genaue Herkunft der Einzelobjekte ist bis jetzt nicht nachvollziehbar. Text: Christoph Rippe." (vgl. Datensatz im Portal)
"Das Objekt ist Teil einer Sammlung, die das Linden-Museum im Jahre 1913 vom Königlichen Naturalienkabinett in Stuttgart erhielt. Augustin Krämer, der von 1911 bis 1915 erster Direktor des Linden-Museums war, erwarb es bei seinem Aufenthalt in Hawai'i im Jahre 1897. Hawai'i und die Gilbertinseln (Kiribati) waren Zwischenstationen auf seiner Reise von Südamerika nach Sāmoa (1897-1899). Die genauen Erwerbungsumstände sind aktuell noch nicht bekannt. [UM]" (vgl. Datensatz im Portal)
LIDO-Elementpfad
Wiederholbarkeit
Ja
Ausprägung in LIDO v1.0
Erforderliche Element- oder Attributwerte:
lido:type="http://vocab.getty.edu/aat/300435438" (= provenance description). Das Attribut type ist zwingend erforderlich, damit der Wert auf der Objektseite unter "Provenienz" und nicht unter "Beschreibung" angezeigt wird.
Die Sprache der Angabe in <descriptiveNoteValue> kann über das Attribut xml:lang mit einem Sprachcode aus ISO 639-2/3 ausgewiesen werden. Wenn kein Sprachattribut angegeben ist, wird die Angabe in <descriptiveNoteValue> für die Ansicht im Portal als deutschsprachig gewertet und für die englische und französische Portalvariante maschinell übersetzt. Wenn mehrsprachige Angaben geliefert werden, ist die Auszeichnung über das Attribut xml:lang verpflichtend.
<lido:objectDescriptionWrap>
<lido:objectDescriptionSet lido:type="http://vocab.getty.edu/aat/300435438">
<lido:descriptiveNoteValue>Im Oktober 1898 bot die Hamburger Firma „H. Bey & Co“ dem Berliner Völkerkundemuseum eine Benin-Sammlung an, die direkt aus Afrika geschickt wurde. Die komplette Sammlung konnte aber auf Grund mangelnder Mittel nicht komplett gekauft werden und sollte daher auch an andere Interessenten weitervermittelt werden. Felix von Luschan vom Berliner Museum informierte daher im November 1898 Karl Graf von Linden, und bot ihm ein Vorkaufsrecht an. Das Linden-Museum stellte daraufhin 15.000 M für den Ankauf von Objekten zur Verfügung. Den Kaufpreis übernahm der Heilbronner Unternehmer Karl Knorr, weswegen die Sammlung auch als „Die Karl Knorr’sche Sammlung von Benin-Altertümern“ bekannt wurde. Von Luschan veröffentliche unter gleichem Titel (1901) eine ausführliche Beschreibung der Sammlung im Auftrag von Graf Linden und Knorr. Zu den weiteren Käufern der Sammlung gehörten unter anderem die Museen in Wien, München aber auch Personen wie Hans Meyer (Leipzig) und Eugen Rautenstrauch (Köln). Text: Markus Himmelsbach.</lido:descriptiveNoteValue>
</lido:objectDescriptionSet>
</lido:objectDescriptionWrap>
<!-- Beispiel für zweisprachig gelieferten Provenienztext -->
<lido:objectDescriptionWrap>
<lido:objectDescriptionSet lido:type="http://vocab.getty.edu/aat/300435438">
<lido:descriptiveNoteValue xml:lang="deu">Die Provenienz dieses Objekts wurde im Rahmen eines Erstcheck-Projekts untersucht (Forschungsstand: Dezember 2024). Provenienzforschung ist ein fortlaufender Prozess, in dem sich die Quellen- und Informationslage ändern kann. Neue Erkenntnisse werden hier zeitnah veröffentlicht. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Provenienzforschungsstelle der Landeshauptstadt Düsseldorf: provenienzforschung@duesseldorf.de</lido:descriptiveNoteValue>
<lido:descriptiveNoteValue xml:lang="eng">The provenance of this object was investigated as part of an initial check project (research status: December 2024). Provenance research is an ongoing process in which the source and information situation can change. New findings will be published here in a timely manner. If you have any questions, please contact the Provenance Research Centre of the City of Düsseldorf:: provenienzforschung@duesseldorf.de</lido:descriptiveNoteValue>
</lido:objectDescriptionSet>
</lido:objectDescriptionWrap> |
Ausprägung in LIDO v1.1
Fingiertes Beispiel anhand dieses Datensatzes: https://ccc.deutsche-digitale-bibliothek.de/de/item/YISNJH6HRXQEZ5D5LOSM7FHMCKHAHT4C
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<lido:objectDescriptionSet lido:type="http://vocab.getty.edu/aat/300435438">
<lido:descriptiveNoteValue>Im Oktober 1898 bot die Hamburger Firma „H. Bey & Co“ dem Berliner Völkerkundemuseum eine Benin-Sammlung an, die direkt aus Afrika geschickt wurde. Die komplette Sammlung konnte aber auf Grund mangelnder Mittel nicht komplett gekauft werden und sollte daher auch an andere Interessenten weitervermittelt werden. Felix von Luschan vom Berliner Museum informierte daher im November 1898 Karl Graf von Linden, und bot ihm ein Vorkaufsrecht an. Das Linden-Museum stellte daraufhin 15.000 M für den Ankauf von Objekten zur Verfügung. Den Kaufpreis übernahm der Heilbronner Unternehmer Karl Knorr, weswegen die Sammlung auch als „Die Karl Knorr’sche Sammlung von Benin-Altertümern“ bekannt wurde. Von Luschan veröffentliche unter gleichem Titel (1901) eine ausführliche Beschreibung der Sammlung im Auftrag von Graf Linden und Knorr. Zu den weiteren Käufern der Sammlung gehörten unter anderem die Museen in Wien, München aber auch Personen wie Hans Meyer (Leipzig) und Eugen Rautenstrauch (Köln).</lido:descriptiveNoteValue>
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<lido:appellationValue>Markus Himmelsbach</lido:appellationValue>
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Anwendung
Anzeige auf der Objektseite
Falls Rechte an den Provenienztexten restriktiver sind als der Rechtsstatus der Metadaten, wird nach dem Fließtext in Klammern "Autor*in" und die Kurzform der Lizenz angezeigt.
Ansicht im Portal: Anzeige auf der Objektseite
Beispiel: https://ccc.deutsche-digitale-bibliothek.de/de/item/3WON6AHLZBL6VMDUSUCUULRGKJQQANEQ