Dokumentation des CCC-LIDO-Anwendungsprofils

Dokumentation des CCC-LIDO-Anwendungsprofils

Für Datenlieferungen an das Portal Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten (englisch= Collections from Colonial Contexts [CCC]) innerhalb der Deutsche Digitale Bibliothek wird das CCC-LIDO-Anwendungsprofil als Importformat verwendet. In dieser Dokumentation finden Sie Hinweise zur Erfassung und Weitergabe Ihrer Daten an das Portal. Das Portal hat insbesondere zum Ziel, außerhalb Deutschlands für Transparenz über die Herkunft und den Verbleib von entsprechendem Sammlungsgut zu sorgen.

Daten, die an das Portal Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten geliefert werden, erscheinen automatisch auch im Hauptportal der Deutschen Digitalen Bibliothek. Da dem Portal Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten ein eigenes technisches Mapping zu Grunde liegt, können Daten, die bereits im Hauptportal veröffentlicht sind, jedoch nicht per Knopfdruck überführt werden. Hierfür ist eine erneute Datenlieferung notwendig.

Wenn Ihre Einrichtung erstmals Daten an die Deutsche Digitale Bibliothek liefert, ist eine Registrierung in wenigen Schritten abgeschlossen. Zwischen der Deutschen Digitalen Bibliothek und Ihrer Einrichtung wird ein Kooperationsvertrag geschlossen. Den Vertrag sowie weitere Informationen zu rechtlichen Fragen finden Sie hier.

Was ist LIDO?

LIDO – Lightweight Information Describing Objects ist ein Metadatenschema zur Beschreibung von Kulturerbeobjekten. LIDO ermöglicht die Bereitstellung von Metadaten, etwa für deren Veröffentlichung in Portalen und deren Austausch und Vernetzung im Internet. LIDO ist als XML-Schema definiert. Die Stärke von LIDO liegt darin, dass es eine große Bandbreite an Erschließungsinformationen unterstützt. Es kann für die Weitergabe von Informationen über Objekte der Kunst-, Kultur- und Technikgeschichte sowie der Naturwissenschaften verwendet werden. LIDO unterstützt die Mehrsprachigkeit von Objektinformationen. Hierfür kommen Sprachattribute zur Anwendung, die sowohl die Sprache von Inhalten eines einzelnen Elements als auch einer Elementgruppe auszeichnen können. So können mehrsprachige Datensätze vollumfänglich in LIDO abgebildet werden. Das Schema wurde von der internationalen CIDOC LIDO Working Group erarbeitet und 2010 in der Version 1.0 veröffentlicht. 2021 folgte LIDO v1.1. Die LIDO-Arbeitsgruppe der Fachgruppe Dokumentation des Deutschen Museumsbundes e. V. ist maßgeblich an der Entwicklung von LIDO beteiligt. Weitere Informationen zu LIDO finden sich auf der LIDO Website und im Arthistoricum Themenportal "LIDO für kulturelle Objekte"

Welche Bestände werden im Portal präsentiert?

Im Portal sollen jene Kulturgüter auffindbar sein, die sich heute in einer deutschen Kulturerbeeinrichtung befinden und aus formalen Kolonialherrschaften sowie aus Gebieten stammen, in denen informelle koloniale Strukturen herrschten oder die unter informellem Einfluss von Kolonialmächten standen. Diese Definition entspricht den Fallgruppen 1 und 2 des Leitfadens des Deutschen Museumsbunds zum Umgang mit Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten und trifft keine Aussage über die Legitimität der Erwerbungsumstände. Der Fokus liegt hierbei auf Museen und Universitätssammlungen, wobei auch Bestände anderer Kultursparten im Portal veröffentlicht werden, wenn sie diesen Kriterien entsprechen. 

Das Portal zeigt aus ethischen Gründen keine Informationen oder Abbildungen von menschlichen Überresten in deutschen Kulturerbeeinrichtungen.

Kontakt

Sprechen Sie uns an, wenn Sie Interesse an der Veröffentlichung Ihrer Daten im Portal oder Rückfragen zu diesem Wiki haben. Unsere Mitarbeiterin unterstützt Sie aktiv bei der Aufbereitung Ihrer Daten und steht für Rückfragen oder eine Projektberatung gern zur Verfügung.

Lisa Quade

wissenschaftliche Mitarbeiterin

Telefon: +49 (0)30 266 42 6930

E-Mail: l.quade@smb.spk-berlin.de